22. September 2026
Im Praxisalltag zählen verlässliche Abläufe ebenso wie ein hochwertiges Ergebnis: klare Informationen, möglichst wenig unnötige Rückfragen, gut planbare Termine und eine (auch digitale) Kommunikation, bei der beide Seiten wissen, was im nächsten Schritt benötigt wird. Genau hier kann digitale Zahntechnik einen besonderen Beitrag leisten. Allerdings nicht deshalb, weil ein Arbeitsschritt plötzlich digital statt analog erfolgt. Entscheidend ist vielmehr, wie gut sich ein Fall strukturieren, prüfen und reproduzierbar bearbeiten lässt. Nachdem wir bereits gezeigt haben, warum digitale Zahntechnik weit mehr ist als CAD/CAM, stellt sich deshalb die nächste Frage: Welche Laborleistungen profitieren besonders von einem digitalen Workflow?
Nicht jede zahntechnische Versorgung lässt sich im gleichen Maß standardisieren. Je klarer jedoch die Ausgangsdaten, die Indikation und die einzelnen Prozessschritte sauber definiert werden können, desto stärker können digitale Verfahren ihre Vorteile ausspielen. Eine gute Grundlage bilden beispielsweise eindeutige digitale Falldaten, klar erkennbare Präparationsgrenzen, eine verlässliche Bissregistrierung sowie eine frühzeitige Abstimmung besonderer Anforderungen. Im Labor können Konstruktion und Fertigung anschließend auf definierten Prozessschritten aufbauen. Besonders deutlich zeigt sich das in drei Leistungsbereichen: digitale Schienen, monolithische Kronen und Brücken sowie digital unterstützte Teleskoptechnik.
Digitale Schienen eignen sich besonders gut, um die Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxis und Labor digital zu strukturieren. Ein sauber erfasster Intraoralscan ist eine gute Grundlage für die weitere Konstruktion. Auf dieser Datenbasis lässt sich der Fall digital bearbeiten und anschließend beispielsweise mittels 3D-Druck umsetzen. Analoge Zwischenschritte können dadurch reduziert oder ganz ausgelassen werden und Arbeitsabläufe klarer definiert werden. Damit sind Schienen auch ein niedrigschwelliger Testfall für Praxen, die ihre digitale Zusammenarbeit mit ihrem Labor ausbauen möchten. Wir bei iqdentis setzen bei all unseren Schienentypen auf den digitalen Workflow: iqPRINT, iqFLEX, iqGUARD und iqSMILE.
Auch monolithische Kronen und Brücken profitieren besonders von digitaler Konstruktion und moderner Frästechnik. Bei geeigneter Indikation lassen sich Konstruktion und Fertigung in einen gut strukturierten digitalen Workflow integrieren. Die Voraussetzung bleibt eine hochwertige Ausgangssituation: Präparation, Scanqualität, Okklusion und die Auswahl des geeigneten Werkstoffs müssen zum jeweiligen klinischen Fall passen. Für die Praxis ergibt sich daraus eine wirtschaftlich planbare Versorgung, ohne den Qualitätsanspruch auf reine Effizienz zu reduzieren. Bei iqdentis stehen Ihnen übrigens zwei vollanatomische, digital realisierbare Lösungen zur Verfügung: iqPURE und iqPRIME.
Bei der Teleskoptechnik zeigt sich besonders deutlich, warum Digitalisierung nicht mit Vereinfachung gleichgesetzt werden sollte. Teleskoparbeiten bleiben anspruchsvolle prothetische Versorgungen, bei denen viele Faktoren zusammenkommen. Der größte Nutzen liegt hier weniger in einer möglichst weitgehenden Automatisierung als in der frühen Planung. Konstruktionen können so strukturiert vorbereitet, bestimmte Entscheidungen bereits vor kritischen Fertigungsschritten bewertet und Abstimmungspunkte zwischen Praxis und Labor früher sichtbar gemacht werden. Der digitale Workflow hilft, komplexe Teleskoparbeiten zu strukturieren und Schritte zu kombinieren. Vor allem Kommunikation ist wichtig. Je früher besondere Anforderungen, Platzverhältnisse, funktionelle Aspekte oder weitere fallspezifische Besonderheiten besprochen werden, desto besser lässt sich der weitere Ablauf planen. Digitale Zahntechnik unterstützt hier also nicht dabei, aus einem komplexen Fall einen einfachen zu machen. Sie unterstützt dabei, Komplexität besser zu organisieren. Bei iqdentis nennen wir das Teleskoparbeiten@iqdentis.
Ein digitaler Workflow beginnt nicht erst im Labor. Die Qualität und Vollständigkeit der Informationen aus der Praxis haben erheblichen Einfluss darauf, wie gut ein Fall anschließend weiterbearbeitet werden kann. Dazu gehören insbesondere ein qualitativ geeigneter Intraoralscan, eindeutig erkennbare Präparationsgrenzen, eine verlässliche Bissregistrierung sowie relevante Fotos oder Farbinformationen. Bei besonderen Anforderungen lohnt sich zudem die frühzeitige Abstimmung mit dem Labor. Denn planbare Zahntechnik entsteht gemeinsam: durch gute digitale Daten aus der Praxis und durch zahntechnische Fertigungskompetenz im Labor.
Sie möchten wissen, welche Fälle sich in Ihrer Praxis besonders gut für einen digitalen Einstieg eignen? iqdentis unterstützt Zahnarztpraxen dabei, digitale Laborprozesse planbar und praxistauglich umzusetzen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie digitale Schienen, monolithische Kronen oder komplexere prothetische Fälle strukturierter mit dem Labor planen möchten.
Ihr Holger König, Zahntechnikermeister